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Kreisweit: Fachtag AUF zur guten GESUNDEN (GANZTAGS)-SCHULE

Gemeinsamer Fachtag des Präventionsnetzwerks Ortenaukreis und des Staatlichen Schulamts Offenburg

Datum:

23.02.2018

Uhrzeit:

10:00 Uhr bis 16:30 Uhr

Ort:

Schutterlindenbergschule

Dinglinger Hauptstraße 65
77933 Lahr

Region:

Kreisweit

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Veranstaltungsflyer

Den Veranstaltungsflyer finden Sie in der Randspalte.

Teilnehmer/-innen

Für Schulleitungen und Lehrkräfte aus den Ortenauer Grundschulen und Ganztagessschulen sowie für Schulsozialarbeiter/-innen.

Inhalte

Vormittag

Vortrag: Wer Große Kinder sind und wie sie die Welt sehen

Kinder zwischen sechs und dreizehn Jahren finden eine sehr ambivalente Beachtung: Sie werden vor allem als Schulkinder wahrgenommen und die Hoffnung der Erwachsenen ist, dass die Kinder jetzt und dereinst einmal die an sie gestellten Erwartungen erfüllen. Die Sorge dafür übernimmt neben den Eltern die mächtige Institution der Schule, deren Name ja auch die Bezeichnung dieser Kindheitsperiode als „Schulkindheit“ prägt. Wie jedoch das Leben aus der Perspektive der Kinder selbst aussieht und was sie brauchen, um sich gesund zu entwickeln, gerät dabei häufig aus dem Blick. Der Vortrag folgt deshalb den Fragen, was die Großen Kinder (ein Begriff, den die „Initiative für Große Kinder“ in die Fachdebatte eingebracht hat) bewegt, welche Aufgaben sich ihnen stellen und wie Bildungs- und Erziehungseinrichtungen ihren Beitrag gestalten können. Der Vortrag stellt die Rechte des Kindes auf eine gesunde körperliche, geistige, soziale und emotionale Entwicklung, auf Aneignungsmöglichkeiten der Welt des Wissens und Könnens sowie ihre Beteiligung an der Gestaltung ihres Lebens in den Mittelpunkt.

Prof. Dr. Ludger Pesch. Professor für Elementarpädagogik und Erziehungswissenschaft an der katholischen Hochschule für Sozialwesen Berlin.

Nachmittag: Impulsworkshops zu den Bedarfsorientierten Fortbildungen

Sie haben die Möglichkeit am Nachmittag verschiedene Impulsworkshops zu den Bedarfsorientierten Fortbildungen des Präventionsnetzwerks Ortenaukreis zu besuchen. Die fünf Impulsworkshops werden am Nachmittag zweimal angeboten. Somit haben Sie die Möglichkeit zwischen drei und vier Impulsworkshops zu erleben.

Impusworkshop 1: Resilienz - Kinder stärken im schulischen Alltag

„Wenn sich Personen trotz gravierender Belastungen oder widriger Lebensumstände psychisch gesund entwickeln, spricht man von Resilienz.“ (Fröhlich-Gildhoff &  Rönnau-Böse, 2009, S.9).

Resiliente Menschen kennen ihre Stärken, erleben sich als selbstwirksam und als Gestalter ihres eigenen Lebens. Sie haben die Fähigkeit, die Dinge die um sie herum passieren kontrollieren bzw. beeinflussen zu können. Resilienz ist nicht angeboren, sondern entsteht in der Interaktion mit der Umwelt und kann gefördert werden, indem sogenannte Resilienzfaktoren „trainiert“ werden.

Im schulischen Alltag bieten sich viele Gelegenheiten mit den Kindern in Dialog zu treten und sie bei der Alltagsbewältigung und den schulischen Herausforderungen zu unterstützen. Wie das gelingen kann, erfahren Sie in diesem Impulsworkshop.

Referentin: Stefanie Schopp ist Dipl. Sozialarbeiterin und Dipl. Krankenschwester und arbeitet als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Zentrum für Kinder- und Jugendforschung Freiburg. Sie ist weitergebildet als systemische Hypnotherapeutin für Kinder und Jugendliche. Zudem ist sie Coach, Prozessbegleiterin und Referentin zu Themen der Gesundheitsförderung.

Impulsworkshop 3: Ausgeglichenheit durch Ruhe und Bewegung

Wohnumfeld und Lebensverhältnisse, und damit Explorations- und Betätigungsmöglichkeiten, der Kinder haben sich verändert. In diesem Impulsworkshop werden eine Reihe von Methoden und Möglichkeiten vorgestellt, wie Kinder in Bewegung kommen können aber auch zur Ruhe finden.

Insbesondere für Jungs ist dies nicht immer einfach. Somit gilt diesen ein besonderer Blick. Ferner werden die strukturellen Aspekte von Bewegung und Entspannung in den Fokus genommen. Im Workshop werden Bewegungsgelegenheiten und Entspannungspausen als Möglichkeit aufgezeigt im Schullalltag auf die veränderten Lebensverhältnisse einzugehen, sowie Selbstwirksamkeit, Selbstsicherungsfähigkeit und Stressbewältigung zu fördern. In der Bedarfsorientierten Fortbildung werden Sie darin unterstützt dies in Ihr schulisches Konzept zu integrieren.

Referentin: Tatjana Kremer ist Gesundheitspädagogin (B.A.), Gesundheitsmanagerin (M.A) und Entspannungscoach für Erwachsene und Kinder. Sie ist Inhaberin des Unternehmens „GESimSetting“ sowie freiberufliche Dozentin für die Themen Gesundheit, Entspannung und Stressbewältigung.

Referentin: Katrin Nagel ist Gesundheitspädagogin (B.A./M.A.)und ganzheitliche Rückenschullehrerin. Sie arbeitet als Multiplikatorin zu Themen der Gesundheitsförderung.

Impulsworkshop 2: Ganzheitliches Ernährungskonzept

Kinder verbringen einen Großteil ihrer Alltagszeit in der Schule. Sie nehmen dort auch ihre Mahlzeiten ein. Vor diesem Hintergrund ist es essenziell, dass in der Schule ein gutes ganzheitliches Ernährungskonzept vorliegt und Fachkräfte über Wissen der gesunden Ernährung verfügen.

In diesem Impulsworkshop und der Bedarfsorientierten Fortbildung werden verschiedene Aspekte rund um das Thema Essen und Ernährung an der Schule thematisiert. Themen sind u.a.

  • Ernährung als biografischer und gesundheitlicher Aspekt
  • Gesellschaftliche und psychische Einflüsse
  • Bedarfsorientierte Fortbildung
    • Schulverpflegungssituation, Ist-Analyse der Einrichtung
    • Essen im Tagesablauf, Gestaltung von Essenssituationen
    • Bedarf an Nährstoffen und Nahrungsmitteln
    • Projektplanung und Kooperationspartner

Unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen und Bedarfe Ihrer Schule, besteht die Möglichkeit innerhalb der Bedarfsorientierten Fortbildung ein ganzheitliches Ernährungskonzept für Ihre Einrichtung auszuarbeiten.

Referentin: Birgit Becke ist Diplom-Oecotrophologin und Ernährungstherapeutin.

Referentin: Michaela Tisch ist Oecotrophologin (B.Sc.) und Gesundheitspädagogin (M.A.).

Sie arbeitet als regionale Präventionsbeauftragte für den Raum Kehl/Haslach im Präventionsnetzwerk Ortenaukreis.

Impulsworkshop 4: Zusammenarbeit mit Eltern: Von nicht erreichbar bis zu Helikoptereltern

Wir haben heute ein sehr breites Spektrum an familiären Wirklichkeiten. Eltern sind zunehmend verunsichert, wie sie ihre Kinder "richtig" erziehen sollen. Oftmals wird Erziehung auch an die pädagogischen Fach- und Lehrkräfte „abgegeben“. Beide Aspekte können die Kooperation zwischen Schule und Elternhaus erschweren und vor Herausforderungen stellen. Diese lassen sich viel leichter bewältigen, wenn man die kleinen und großen Stolpersteine frühzeitig erkennt und es gelingt, sie mit Strategie und positiver Energie zu "umschiffen".

Wie es gelingen kann, als Lehrkraft bei einer klaren und konsequenten Haltung zu bleiben und Eltern gleichzeitig nicht abzuschrecken, sondern einzuladen, ins gemeinsame „Erziehungsboot“ einzusteigen, wird im Impulsworkshop und in der Bedarfsorientierten Fortbildung aufgezeigt.

Referent: Bernd Thormann ist Systemischer Familientherapeut, Supervisor und freiberuflich in eigener Praxis tätig. Zudem bietet er Familienberatung für die Kommunalen Sozialen Dienste des Ortenaukreises sowie Supervision, Coaching und Teamentwicklung für Kindertageseinrichtungen, Klinikteams und Schulen an. Er ist Lehrbeauftragter an der Katholischen Hochschule in Freiburg.

Impulsworkshop 5: Professioneller pädagogischer Umgang mit herausforderndem Verhalten

In der Begegnung mit Kindern, deren Verhalten als herausfordernd erlebt wird, geraten Lehrkräfte immer wieder an ihre persönlichen Grenzen, an Grenzen ihrer Erklärungsansätze, an Grenzen ihrer Handlungsspielräume, an Grenzen ihrer Pädagogik. Die Erfahrung von Hilflosigkeit und geringer Handlungsfähigkeit führen nicht selten zu einem Machtkampf mit Kindern, aus denen die Betroffenen nicht gestärkt, sondern verärgert, ratlos oder gar beschämt heraustreten. Was also tun, um herausfordernden Verhaltensweisen professionell zu begegnen?

In diesem Impulsworkshop werden wir uns genau dieser Frage zuwenden, nach Erklärungsansätzen suchen und Handlungsstrategien für die Praxis ableiten.

In der Bedarfsorientierten Fortbildung können wir Sie hinsichtlich Ihrer institutionellen Rahmenbedingungen beraten und dabei unterstützen herausfordernden Verhaltensweisen professionell zu begegnen.

Referentin: Katrin Schmieder ist Kindheitspädagogin (B.A./M.A.) und arbeitet als Fortbildungsreferentin und Prozessberaterin, Multiplikatorin und personzentrierte Spieltherapeutin (GwG).

Verpflegung

Eine Mittagsverpflegung ist in der Schulmensa möglich. Zum Preis von 3,90 € haben Sie die Auswahl zwischen einem vegetarischen oder einem Fleisch-Gericht. Wir bitten Sie das Mittagessen am Veranstaltungstag bar zu bezahlen.

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